Curriculum Weiterbildung Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung

Curriculum Weiterbildung Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung

Kurzbeschreibung

Die Traumapädagogik Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte im psychosozialen Bereich, die mit Klientinnen und Klienten mit traumatischen Erfahrungen arbeiten. Das Curriculum vermittelt praxisnahes Wissen über Trauma, Traumafolgen und pädagogische Interventionsmöglichkeiten.

Die Weiterbildung ist DeGPT-zertifiziert und wird in Kooperation mit dem ZEP – Zentrum für Psychotraumatologie Hamburg GmbH durchgeführt. Praxisreflexion und Supervision sichern dabei einen hohen Praxisbezug.

Nach Abschluss erhalten Sie das Zertifikat Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung. Das Curriculum ist bei der Ärztekammer Niedersachsen zertifiziert.

Ein neuer Durchgang mit Doppelabschluss startet im Oktober 2026 und läuft bis Oktober 2027.

An wen richtet sich die Weiterbildung Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung?

Die Weiterbildung Traumapädagogik richtet sich an Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung in sozialen, pflegerischen oder pädagogischen Berufen, zum Beispiel:

  • Erzieherinnen und Erzieher
  • Pflegefachkräfte
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten
  • Logopädinnen und Logopäden
  • Pädagoginnen und Pädagogen
  • Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
  • Beratungslehrkräfte
  • Ärztinnen und Ärzte ohne psychotherapeutische Approbation

Auch Teilnehmende aus anderen sozialen oder erzieherischen Berufsfeldern können sich für die Traumapädagogik-Weiterbildung für Erzieherinnen und Erzieher anmelden. Die Inhalte des Curriculums sind grundsätzlich in allen Settings einsetzbar.

Formale Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Berufsausbildung in einem sozialadministrativen, erzieherischen oder pflegerischen Beruf (z. B. Erzieher/in, Pflegefachkraft, Hebamme, Ergo-, Physio- oder Logopäd/in) oder vergleichbarer Abschluss
  • Alternativ: Hochschul- oder Fachhochschulabschluss in Psychologie, Pädagogik oder verwandten Fachrichtungen (z. B. Psycholog/innen, Ärzt/innen, Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagog/innen, Heilpädagog/innen, Lehrer/innen)
  • Ebenfalls anerkannt: Kunst- und Musiktherapeut/innen mit mindestens dreijährigem staatlich akkreditiertem Vollzeitstudium
  • Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld (einschließlich Anerkennungsjahr und Praktika)
  • Einreichung des Abschlusszeugnisses digital im ZEP (Geburtsdatum muss erkennbar sein)

Inhalte und Ziele der Weiterbildung

Das Curriculum vermittelt Grundlagen, Methoden und praxisorientierte Kompetenzen zur Begleitung traumatisierter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener. Ziel ist es, Fachkräfte zu befähigen, traumapädagogische Konzepte in verschiedenen Arbeitsfeldern sicher anzuwenden.

Eine ausführliche Einführung in die Grundlagen der Traumapädagogik bietet unser Wissensbeitrag zur Traumapädagogik.

Themenschwerpunkte

  • Grundlagen zu Trauma und Traumafolgen
  • Traumaspezifische Diagnostik und Gesprächsführung
  • Stabilisierung auf unterschiedlichen Ebenen
  • Ressourcenaktivierung und Krisenintervention
  • Überblick über Behandlungsmethoden
  • Unterstützung von Verarbeitungsprozessen
  • Institutionelle Rahmenbedingungen und Zusammenarbeit mit relevanten Diensten
  • Psychohygiene und Selbstfürsorge

Berufliche Perspektiven nach der Weiterbildung

Mit dem Zertifikat Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung qualifizieren Sie sich für spezialisierte Aufgaben in verschiedenen psychosozialen Arbeitsfeldern:

  • Traumapädagogische Fachberatung in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe oder psychiatrischen Versorgung
  • Kollegiale Beratung und Supervision traumatisierter Klientinnen und Klienten
  • Spezialisierte Gruppenangebote – Durchführung traumapädagogischer Gruppeninterventionen
  • Qualifizierung zur Fachkraft für Traumapädagogik als anerkannte Zusatzqualifikation im Team

Finanzierung der Weiterbildung

In vielen Einrichtungen werden Mitarbeitende für Weiterbildungen freigestellt und die Kosten vom Arbeitgeber übernommen – sprechen Sie Ihre Führungskraft oder Personalabteilung direkt an.

Informationen und Organisatorisches

Das Curriculum besteht aus einem Grundcurriculum und zwei Aufbaumodulen und umfasst insgesamt 184 Unterrichtseinheiten (UE) in 12 Modulen. Es führt zum Doppelabschluss „Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung“. Für den zertifizierten Abschluss müssen alle Module absolviert worden sein. Versäumte Module können kostenpflichtig nachgeholt werden.

Abschlussvoraussetzungen für das Zertifikat (Doppelabschluss)

  • Teilnahme an allen 12 Modulen (Grundcurriculum + beide Aufbaumodule)
  • Mindestens 24 Stunden Supervision (im Grundcurriculum enthalten, findet online statt)
  • Mündliche und schriftliche Vorstellung von einem Projekt und zwei anonymisierten Fallvorstellungen im Rahmen der Supervision
  • Einreichung des Qualifikationsnachweises im ZEP

Das Curriculum ist bei der Ärztekammer Niedersachsen zertifiziert. Nach jedem Seminar erhalten Teilnehmende ein ärztekammerliches Zertifikat und zusätzlich ein Zertifikat der Psychiatrie Akademie über das Anmeldeportal.

Bitte schreiben Sie uns zuerst eine Interessenbekundung an info@psychiatrie-akademie.de. Der aktuelle Durchgang startet im Oktober 2026 und läuft bis Oktober 2027.

Terminübersicht

  1. 07.10.2026
    - 08.10.2026
    09:00
    - 17:00
    Curriculum Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung DG 4 Modul 1 (Doppelabschluss 26/27)
  2. 18.11.2026
    - 19.11.2026
    09:00
    - 17:00
    Curriculum Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung DG 4 Modul 2 (Doppelabschluss 26/27)
  3. 17.12.2026
    - 18.12.2026
    09:00
    - 17:00
    Curriculum Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung DG 4 Modul 3 (Doppelabschluss 26/27)

Häufige Fragen zur Traumapädagogik Weiterbildung

Was ist Traumapädagogik?

Traumapädagogik ist ein pädagogischer Ansatz, der Fachkräfte befähigt, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit traumatischen Erfahrungen professionell zu begleiten. Sie verbindet Erkenntnisse aus der Traumaforschung mit pädagogischen Konzepten. Mehr dazu in unserem Wissensbeitrag zur Traumapädagogik.

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Traumapädagogik Weiterbildung?

Sie benötigen eine abgeschlossene Ausbildung in einem sozialen, pflegerischen oder pädagogischen Beruf sowie mindestens 3 Jahre Berufserfahrung im jeweiligen Tätigkeitsfeld. Eine Übersicht der anerkannten Abschlüsse finden Sie im Abschnitt „Formale Voraussetzungen“ weiter oben.

Wie lange dauert die Weiterbildung und welches Zertifikat erhalte ich?

Der aktuelle Durchgang umfasst 184 Unterrichtseinheiten in 12 Modulen und läuft von Oktober 2026 bis Oktober 2027. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie den Doppelabschluss „Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung“, zertifiziert von der Ärztekammer Niedersachsen, dem ZEP und der Psychiatrie Akademie.

Was ist der Unterschied zwischen Traumapädagogik und Traumatherapie?

Traumapädagogik richtet sich an pädagogische und soziale Fachkräfte ohne psychotherapeutische Approbation. Sie arbeitet stabilisierend und ressourcenorientiert. Traumatherapie hingegen ist eine psychotherapeutische Behandlungsform und erfordert eine Approbation als Psychotherapeut/in.

Ist die Weiterbildung auch für Erzieherinnen und Erzieher geeignet?

Ja, ausdrücklich. Die Fortbildung Traumapädagogik richtet sich u. a. gezielt an Erzieherinnen und Erzieher, die in der Kinder- und Jugendhilfe oder in Kitas mit traumatisierten Kindern arbeiten.

Wird die Weiterbildung in Niedersachsen anerkannt?

Ja. Das Curriculum ist bei der Ärztekammer Niedersachsen zertifiziert und DeGPT-anerkannt. Die Psychiatrie Akademie Königslutter ist eine der wenigen Anbieterinnen dieser Zusatzqualifikation in Niedersachsen.

Fragen zur Weiterbildung?

Bei Fragen zu diesem Weiterbildungsprogramm stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Logo